Das 5. Element 

Handlungsbereite stabile Gelassenheit   als Meta - Kompetenz

im Veränderungsgeschehen

Menschen bewältigen ihre Aufgaben in der Regel im (inneren) Zustand konstatierender Gelassenheit.

Psychotonusstufe 3-4

Der Projektleiter eröffnet das  Meeting.               Alle sind gut gelaunt.

Ein Beispiel

Aus Sicht des Projektleiters entspricht das Verhalten eines Kollegen nicht seinen Erwartungen. Seine Gedanken beginnen um dessen Verhalten zu kreisen...

„Jetzt hat er schon wieder nicht zugehört!!"

Anstatt das unerwünschte Verhalten gelassen anzusprechen, beginnt er, bei sich einen Fehler zu suchen. Er glaubt, das Thema sei langweilig und fängt an, durch die Agenda zu hetzen. Er aktiviert seine Bewältigungsstrategie "Ich muss mich beeilen". Die anderen sind irritiert.

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Geraten Menschen in einen inneren Konflikt, ausgelöst durch eine berufliche Hier – und – Jetzt – Situation, gehen sie in den gegenteiligen Zustand über. Sie laden sich emotional auf

und stecken andere damit an.          

Psychotonusstufe 5

Wechsel von Psychotonus Stufe 4 (Gelassenheit) in Stufe 5 (Anstrengung)

"Auch wenn er woanders der Chef ist, wir sind hier im Projekt!! Ich bin der Projektleiter, ich habe die ganze Sache hier zu verantworten. Er hat mir einfach zuzuhören!!"

Seine Strategie schlägt fehl, die anderen werden unruhig, das Meeting zerfasert. Seine Gedanken geraten in eine Endlosschleife, als ihm ein lange zurückliegendes Misserfolgserlebnis einfällt.

Den anderen fällt auf, dass der Projektleiter nervös und fahrig wirkt, weil man ihn so eigentlich gar nicht kennt.

Wechsel von Psychotonus Stufe 5 (Anstrengung) in Stufe 6 (emotionale Aufladung).

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Die Begleiterscheinungen eines inneren Konflikts auf der Verhaltensebene sind vielfältig und werden von anderen wahrgenommen.

Beobachtbar und charakteristisch dafür ist, dass sich die Kommunikation auf die Beziehungsebene verlagert. Dass dies meist verdeckt geschieht, macht das Ganze extrem herausfordernd.

Dieser Stimulus führt bei gering ausgeprägter Selbststeuerung immer zu einem "sozialen Infekt". Der innere Konflikt verlagert sich unweigerlich nach Außen. Systemisch-konstruktivistisch betrachtet, wird der Konflikt erst durch diese Verlagerung real, weil von allen wahrnehmbar.

"Er hört mir aber nie zu!! Immer unterbricht er mich oder spielt mit seinem Handy rum!! Ich muss ihm zeigen, wo der Hammer hängt! Er darf auf keinen Fall merken, dass ich stinkesauer auf ihn bin! Dann nimmt er mich endgültig nicht mehr ernst!!"

"Dann kann ich einpacken!!!"

Der Projektleiter greift den Kollegen frontal und lautstark an.

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Dieser Nanoprozess auf der Beziehungsebene prägt auf subtile Weise die Kultur des Miteinanders, die Zusammenarbeit, Innovationskraft und Ergebnisse. Er führt in vorhersagbarer Konsequenz und in beobachtbaren und beschreibbaren Schritten zu Störungen auf zwischenmenschlicher Ebene und kann einem die Arbeit zur Hölle machen.    

Nennen wir es beim Namen.

Der Kollege weiß nicht, wie ihm geschieht und verlässt mit hochrotem Kopf den Raum. Spätestens in diesem Moment steckt der nach außen verlagerte innere Konflikt des Projektleiters die anderen an.

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Wechsel von Psychotonus Stufe 6 (emotionale Aufladung) in Stufe 7 (eskalierender innerer Konflikt).

Das Erlernen von Konstatierendem Aufmerksamen Wahrnehmen und später von   Selbst - Coaching mit Introvision dient dazu, in konfliktträchtigen Situationen eben nicht in hausgemachte innere Konflikte einzusteigen, sondern ausdauernd in konstatierend gelassenem Handeln bleiben zu können.

Der Berufsalltag ist übersät mit Anlässen für innere Konflikte, die die Betroffenen meist erst dann wahrnehmen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Soll es SO bleiben?

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ODER

Darf es SO werden?